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Buntes München I: Das neue Lenbachhaus

Würde ich auf meinen Blog Memes verwenden, käme jetzt „The new Lenbach opens and everybody loses their minds!“. Nach 4 Jahren Renovierung eröffnete am Abend des 07.Mai das neue Lenbachhaus und Kunstbau. In der Zwischenzeit befanden sich Teile der Sammlung im Centre Pompidou und im Guggenheim New York. Der Ansturm auf die Ausstellungen dort lies ahnen, was da auf München zukommt. Zur Feier der Wiedereröffnung entschloss man sich, zwischen dem 08. und dem 12. Mai (was zufällig auch noch der Tag des Museums ist) keinen Eintritt zu verlangen. Das miserable Wetter trug dann sein Übriges zum Besucheranstrum bei. Ich habe noch keine Zahlen zu den Eröffnungstagen gefunden, aber 50.000+ Besucher würden mich nicht überraschen.

Lohnt sich das ganze? Definitiv!

Ich gehörte zu den Bekloppten, die sich eine 3/4 Stunde lang in den Regen stellten, um das neue Lenbach zu erleben. An der Stelle ein großes Lob an die Münchner: Das Anstehen mit euch ist sehr angenehm! Kein Gezicke, kein Gedrängele, eher Jahrmarktstimmung. Treffend formulierte es meine Schlangen-Nachbarin „Das gehört jetzt einfach dazu!“ – Museumseröffnung als happening. Die Zeit in der Schlange konnte man immerhin nutzen, um sich den neuen Haupteingang des Gebäudes näher anzuschauen. Aus der Feder des Architekten Norman Foster, der auch die Glaskuppel des Reichtstags entworfen hat, stammt der goldfarbene Metalkubus, der an der Flanke des ursprünglichen Lenbachhauses anschließt. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, aber ich finde es genial. Vor allem der Kontrast zwischen diesem modernen, dekadent gold gefärbten (Hallo, wir sind in München?!) Kubus gegenüber dem klassizistischen, schwerfälligen Königsplatz hat was.

Im Foyer angekommen, wird dann gleich nochmal unterstrichen, dass hier nicht die Galerie Hinz und Kuntz neu aufmacht: Die Glasskulptur „Wirbelwerk“ schiebt sich in den Raum und sorgte für den ersten Besucherstau, weil natürlich jeder ein Foto machen wollte. Überhaupt ist das Thema Licht und Farben im Lenbachhaus sehr prominent. Die neuen LED Leuchten ermöglichen eine Tageslicht ähnliche Beleuchtung, ohne den Bildern zu schaden. Die Ausstellungsräume sind farblich alle unterschiedlich gestaltet und ich bilde mir ein, dass dies für die Augen weniger ermüdend war.

Ansonsten, was soll man sagen: Die Sammlung ist nicht umsonst international vorne mit dabei. Neben den alten Bekannten der Neuen Sachlichkeit und des Blauen Reiters, findet man nun auch Jospeh Beuys würdig vertreten. Wer sich halbwegs für Kunst interessiert, muss hier mindestens einmal gewesen sein!

In eigener Sache möchte ich darauf hinweisen, dass ich den neuen Museumsladen oberaffengeil finde und wer sich so richtig einschleimen will, der darf mir da gerne mal einen Geschenkgutschein zukommen lassen…

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Mai 12, 2013 von in Kunst, München.

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